Frauen in Führungspositionen stark unterrepräsentiert | Medienbericht ZFAC

Zweimal im Jahr erheben wir ein Stimmungsbild und eure Antworten zeigen klar: Immer noch ist Österreich Heimat großer Söhne, während Frauen in Führungspositionen das Nachsehen haben.
Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage sind deutlich: 46 Prozent der Unternehmen berufen keine Frauen in ihren Vorstand. Besonders schlecht fällt die Frauenquote bei Banken und Versicherungen sowie Industrie und Produktion aus. Und auch Aufsichtsräte sind zu 19 Prozent rein männlich besetzt. Ein wenig besser sieht es auf der ersten und zweiten Führungsebene aus: In 52 Prozent der Unternehmen sind mehr als 25 Prozent der Geschäftsführer:innen weiblich. Darüber hinaus sagen 49 Prozent von euch, dass es ein erklärtes Unternehmensziel ist, mehr Frauen in der ersten oder zweiten Führungsebene zu positionieren. 43 Prozent der Unternehmen haben bereits Programme oder Initiativen zur Bewusstseinsbildung.
Leider befassen sich nur drei Prozent der vorwiegend männlich besetzten Aufsichtsräte mit Diversität und Gleichstellung. Gleichzeitig bestätigt eine überwältigende Mehrheit (88 Prozent), dass Frauen in Führungspositionen neue Themen und Perspektiven in Führung und Aufsicht einbringen.
Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Sichtbarkeit von Frauen in der heimischen Wirtschaft ist. Der nächste Schritt ist, Diversität als strategischen Steuerungsfaktor zu begreifen – nicht als freiwillige Begleiterscheinung. Sichtbarkeit haben wir mit dem Thema übrigens auch in den heimischen Medien erzielt.
Diese Themen beschäftigen euch
Der Großteil von euch schätzt die wirtschaftliche Situation kurzfristig als stabil ein, sieht aber langfristig Handlungsbedarf. Für 27 Prozent ist die Bürokratie das größte Risiko in der Wettbewerbsfrage. 20 Prozent sehen geopolitische Unsicherheiten und 18 Prozent den Fachkräftemangel als Hindernis beim Wachstum. Governance-Regelwerke werden ambivalent gesehen – zwischen notwendiger Orientierung und übermäßiger Bürokratie. 24 Prozent geben an, dass Governance zu komplex ist und zu Selbstbeschäftigung führt, nur 15 Prozent sehen darin eine klare Hilfe. Eine Risikominimierung und damit Wachstumschancen verortet ihr in strukturellen Reformen. Homeoffice ist in 78 Prozent der heimischen Unternehmen gelebte Praxis: durchschnittlich arbeiten in 54 Prozent der Unternehmen die Mitarbeitenden zwei Tage pro Woche remote. 40 Prozent sehen durch Homeoffice keine wesentliche Veränderung, 28 Prozent bewerten den neuen Arbeitsalltag als positiv, 27 Prozent kritisieren negative Auswirkungen auf den Austausch und das Teamgefühl.
Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der nächste Umfrage und bitten euch schon jetzt um zahlreiche Teilnahme.
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